
hiess es am Wochenende 01.08. / 02.08. beim Bodenarbeitskurs bei Carmen Schuler.
Insgesamt 5 Pferdemenschen und 4 Pferde hatten sich auf dieses spannende Abenteuer eingelassen. Einige neugierige Zuschauer schauten immer mal wieder rein.
Besonders für die Zweibeiner war es teilweise absolutes Neuland, und es fing erstmal
mit so banalen Sachen wie Halfter anlegen, und wie führe ich mein Pferd sicher von A nach B an. Habe ich immer die Kontrolle beim führen, kann ich jederzeit das Tempo verlangsamen, oder auch mal flotter werden. Kann ich ohne Rumpler von meinem Partner anhalten, und evtl. sogar mal ein paar Tritte rückwärts fordern, ohne viel Aktion.
Seitenwechsel hieß die nächste Herausforderung. Worauf es erstmal darauf ankam das das Pferd die Seite wechselt, und nicht der Zweibeiner sich einfach auf die andere Seite stellt. Denn bei unseren Vierbeinern bewegt sich der Chef auch nicht zuviel. Und Pferde spielen gerne mit uns das Spiel „wer bewegt wen“. Kaum auf der anderen Seite hatten die meisten sofort ein anderes ‚ungewohntes’ Gefühl beim führen.
Und so ging es mit vielen Aufgaben weiter. Wir lernten das wir ein Pferd nur durch
leichten Druck einer Berührung, oder leichtem Zug am Halfter, und auch nur durch einfache Blicke bewegen können. Schon toll wenn wir nur durch strengen Blick auf die entsprechende Körperpartie unseren Pferdepartner dazu bringen können seine Position in die gewünschte Richtung zu verändern. Ganz nach dem Motto „wer bewegt wen“. Wichtig war es nach jeder erfolgten Aufgabe dem Pferdepartner wieder ein besonderes angenehmes Gefühl zu vermitteln. Da kamen dann Vorlieben raus wie Hals kraulen, Unterlippe rubbeln oder einfach nur kräftig in den Strick beißen und sich beschubbeln. Jeder halt wie er mag.
Auch die Theorie kam für uns Menschen nicht zu kurz. Frau Schuler hatte extra Arbeitsmaterial vorbereitet, und diese wurden in der Mittagspause durchgesprochen. Mit viel Spaß und gutem „Fastfood“. Dort ging es vor allem um das Thema welche großen Unterschiede gibt es zwischen uns Menschen und dem Partner Pferd. Wieso klappt die Kommunikation oft nicht. Was ist für uns Menschen wichtig, was für das Pferd. Pferde leben immer im „Jetzt“, Komfort und Sicherheit gehen über alles. Menschen sind meist ungeduldig, sehr emotional, zu langsam. Es war sehr interessant mal beide Seiten gegenüber zu stellen.
Die zwei Tage gingen sehr schnell vorbei, und es war eine entspannende stressfreie Atmosphäre in der Halle, und Pferdemenschen und Pferde sind sich im gegenseitigen Verstehen erheblich näher gekommen. Erstaunt darüber wie man mit einfachen Gesten und Mitteln sich doch gut verständigen kann, wenn Mensch und Tier sich darauf einlassen.
Auf das wir dieses Abenteuer wiederholen dürfen. Es hat Spass gemacht.
Danke schön für die Verfügbarkeit der Halle, und besonderen Dank an den der die Halle so toll am Samstagmorgen für uns durchgefahren hat.
ein Beitrag von Tanja Lips